News
E-Payment für alle: So erreichen Sie Ihre Online-Kunden
Newsletter Nr. 1 / 2006

Mit der Festlegung auf ein Bezahlverfahren schränken e-Commerce-Anbieter ihren Kundenkreis ein. trilab zeigt auf, wie sich verschiedene Zahlungsarten Reichweiten-optimal kombinieren lassen.

Das beste Angebot ist nutzlos, wenn der Kunde seinen Einkauf im Internet gar nicht abschließen kann, weil ihm das erforderliche Zahlungsmittel fehlt. Der Umsatz bleibt aus und den Kunden sieht man nie wieder. Deshalb ist die Auswahl der richtigen Zahlart für den Internet-Händler erfolgskritisch. Doch welches ist die „richtige Zahlart”? Die Vielfalt an Bezahlmöglichkeiten scheint groß, die Abschätzung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses schwierig. Dabei ist es eigentlich ganz einfach.


Reichweite der Zahlarten

Kreditkarte und Lastschrift haben die größte Reichweite

Kriterium Nummer 1 muss für jeden Internet-Händler sein, wie viele potentielle Kunden er mit seinem Angebot an Zahlungsmitteln erreicht: Wird ein internationaler Kundenkreis bedient, dann ist die Kreditkarte als einziges grenzüberschreitendes Zahlungsmittel ein Muss. Man erreicht damit bis zu 20 Millionen Karteninhaber in Deutschland, 250 Millionen in Europa und 2 Milliarden weltweit. Ist der Zielmarkt auf Deutschland beschränkt, so stehen Kreditkarte, Lastschrift, Online-Überweisung oder Prepaid-Karten zur Auswahl. Dabei ist die Lastschrift in der Reichweite unschlagbar: Mit über 80 Millionen Girokonten erreicht man fast 100% aller Volljährigen. An Rang 2 steht die Kreditkarte (20 Millionen), gefolgt von der Online-Überweisung (ca. 10-15 Millionen). Prepaid-Karten machen da nur einen Bruchteil aus.

Geht man allein von diesen Zahlen aus, so fällt die Entscheidung leicht: International muss es die Kreditkarte sein, in Deutschland die Lastschrift. Ganz so einfach ist es aber wiederum auch nicht immer.

Die richtige Zahlart: Der Mix macht's

Neben der Reichweite entscheiden Kundenstruktur, Höhe des Bestellwertes und das Risiko, das Händler und Kunden eingehen, über den Einsatz eines Bezahlverfahrens. Zielt man auf Minderjährige als Kundenkreis ab, so werden Prepaid-Karten attraktiv. Denn nur wenige Kids haben schon ein eigenes Bankkonto oder gar eine Kreditkarte. Kreditkarten lohnen sich aufgrund ihrer Gebühren selten für Micropayments unter 5 Euro. Dagegen ist die Karte, was die Gefahr eines Zahlungsausfalls angeht, der Lastschrift klar überlegen: Online-Prüfung und 3D-Secure-Verfahren verhindern effizient den Kartenmissbrauch. Noch besser sind für den Händler Online-Überweisung oder Prepaid-Karten – hier ist der Geldeingang de facto gesichert. Gut für den Händler, schlecht für den Kunden: Im Gegensatz zur Lastschrift, die der Kunde ganz einfach zurückgehen lassen kann, ist sein Geld bei den anderen Zahlverfahren erstmal weg.

Fazit: Am besten verschiedene Bezahlverfahren gleichzeitig anbieten. So bleibt kein Kunde beim Bezahlen außen vor und Risiko und Kosten lassen sich besser verteilen.